Pfoten-Ärger I

Pfoten-Ärger I

„Mann, Frauchen, nun komm schon!“

Das die mit ihren langen Beinen immer so langsam sein muss. Jedes Mal laufe ich vor, prüfe, ob alles in Ordnung ist, schiebe die Ratten aus dem Weg – wenn sich nur eine von den trauen würde – und schon lege ich wieder ein Päuschen ein, weil Frauchen hinter mir her eiert.

Meine Beine sind um ein Vielfaches, Potenziertes kürzer und trotzdem renne ich erheblich schneller als diese Riesenschnecke. Also, kurz kehrt und zurückgerast. Nur um zu gucken, dass sie ja keine Dummheiten anstellt.

Autsch!
Meine Pfote.
„Frauchen! Komm‘ mal schnell.“
Puh, tut das weh. Ich hebe die besser hoch, Auftreten geht gar nicht.
„Was hast Du denn gemacht?“
Keine Ahnung, guck‘ doch mal. Mit Deinen dünnen Fingern kannst Du das besser, als ich mit meiner Zunge.
Au! Vorsichtig!
Ah, geht wieder.
Gut gemacht, danke. Und nun komm, aber ’nen bisschen schneller als gerade.

Hm, riecht gut hier, gleich mal Bescheid geben, dass ich auch hier war. Nur nicht zu viele Tropfen, wer weiß, wo ich noch meine Marke setzen muss.
Autsch, schon wieder.
Okay, abwarten, dann langsam weiter.
Joo, geht.

Das ist unsere Bucht.

Hu hu, wirf den Knochen, dieses schwarzbunte Teil!
Jawoll, gut gemacht, gleich hinterher.
Wasser ist klasse. Die Steine hier zum Hüpfen und das Spielzeug … Ein kleines Bad im Sand wäre jetzt viellicht angebracht.
Ohja!mhm! Das schrubbelt superklasse auf dem Rücken. Gleich noch einmal?
Jipiieeh! Und ab ins Wasser.
Frauchen hat verstanden und wirft das schwarze Ding immer so, dass ich mir etwas ausdenken muss.
Okay, jetzt schwimmt es da vorn, dann hüpfe ich am besten diesen Stein zurück und dann auf den dort. Jaja, ich bin doch nicht doof. Ich bring‘ das Teil schon zurück. Aber erst benötige ich die richtige Abschwimmposition, den richtigen Stein, von dem aus ich starte. Der hier gerade ist nicht so gut. Der da vorne ist besser. Also wieder zurück und ab nach ganz vorn.
Au! Autsch! Aua!
Der tut weh, richtig weh! Auauaua!
Jetzt schwimmt das Teil weg.
„Frauchen, ich muss das erst holen, dann kannst Du nach dem Fuß gucken.“ Laufen geht nicht, schwimmen aber bestimmt trotzdem.
Aua!
„Emiglia, lass‘ das blöde Teil und komm her! Mist, jetzt muss ich da auch noch rein!“

Frauchen steht mit den Schuhen im Wasser und balanciert auf den glitschigen Steinen zu mir her. Dabei schimpft sie wie ein Rohrspatz. Warum eigentlich? Wegen der nassen Füße?
Mein Flunken tut weh, besser ich heb ihn kurz hoch. Nee, im Wasser ist besser. Oder doch nicht? Frauchen rettet mich, dabei geht es schon wieder. Hätte sie mich bloß schwimmen lassen. Nun ist der schwarzbunte Knochen verloren.

Wir laufen wieder heim, geht ganz gut, aber meine Pfote tut immer wieder weh.
Nen dicker Napf hilft bestimmt. Tut er immer!

Logisch, kaum sind wir zu Hause, pult Frauchen mir zwischen den Zehen rum. Legt die mich doch glatt auf den Rücken! Das darf nur sie, kein anderer!!!

Der Napf hilft, danach mache ich erst mal ein schönes Schläfchen.