Matschequatsch

Puuhhhhh!
Das bringt so langsam echt keinen Spass mehr. Irgendwer hat die Sonne geklaut und schiebt uns nur noch Regenwolken in den Weg. Das mag weder Frauchen noch ich noch der Neckar. Es wird immer schwieriger die Wege zu erkennen.
Alles voller Wasser …
Für Frauchen mal wieder kein Problem. Die stiefelt mit ihren langen Eierbeinen schön gummibeschuht durch die nasse Matsche.

Geländegängiges Modell
Geländegängiges Spitzenmodell

Ich hab‘ damit auch kein Problem, hihi, sag ich aber nicht. Mit Vierbeinantrieb kommt hund schließlich überall durch.
Nur die Bürsterei am Abend, die muss ich Frauchen dringend abgewöhnen. Bringt doch nichts, nächsten Tag hängt der Schmodder eh wieder im Fell.
Mich stört er nicht …

Frauchen hat den Käse vergessen …

Überall funkeln und glänzen Lichter. Viele Zweibeiner, auch mein Frauchen, stehen in der Küche und wirbeln wie die Schlittenhunde. Vorteil ist, es krümmelt und überall fällt etwas herunter.
Hihi! Zusätzlich zu meinem Fressen.
Ein Fest!!!

Nachteil ist, wir rutschen in der Blechkiste immer mal wieder für eine ganze Weile über die Straßen. Da treibt einen dann doch der kleine Hunger um. Aber Frauchen schafft anständige Abhilfe. Wenn sie nur an die gesamten Zutaten denken würde … sie ist manchmal schon etwas durch den Wind.

Egal …

Erst einmal Fröhliche Weihnachten.

Was danach kommt … ich geh mal Frauchens Ohrstöpsel suchen. So long.

Herbstwelpen

Hmmmmmmmm, warum sind die jetzt so gemein zu mir? Verstehe ich nicht.
… Fauchen …
… Zünzeln …
… Flattern …
… Zischen …
und fauchen noch viel lauter ….
Die sind so fies!

Ich war immer lieb, habe nur geschnuffelt, mich immer gut gestellt mit den Viechern, seit sie klein waren. Und was habe ich jetzt davon?
Sie tun so, als ob ich ihr Feind wäre … bin ich nicht. Ehrlich.

Warum kichert Frauchen so heuchlerisch in sich hinein?
Jaja, von wegen „hab-ich-ja-gleich-gesagt“. Hätte durchaus funktionieren können.

Hach, wie mir der Magen knurrt, wenn die an mir vorbeischwimmen.
Ich gebe es zu, meine Gourmettaktik Marke „Frühlingswelpen“ ist nicht aufgegangen.
Ist trotzdem kein Grund so gemein zu lachen.

Regenfäden

Frauchen?
Frauchen?!
Allerliebstes Frauchen, hast Du mal nach draußen geschaut? Ich brauche nicht einmal zu gucken, ich kann es sogar hören. Es … gießt … in … Strömen.

Bei diesem Wetter jagt niemand einen Hund vor die Tür!!!
Jawoll, das muss doch mal gesagt werden.
Du kannst gerne alleine gehen. Ich warte hier auf Dich. Macht mir nichts aus. Bestimmt nicht! Ehrlich!

Jetzt sieht sie mich wieder so mitleidig an. Aber sie muss doch der Realität ins Auge schauen: Von oben pladdert Wasser herunter, als ob es kein Morgen geben würde. Klar, ich kann meinen Regenmantel anziehen.
GUTE IDEE!!!!
Das Wasser rauscht in Menge und Wucht auf den Boden, dass es platscht und wieder nach oben spritzt. Meine Beine sind einfach nicht lang genug. Bei dieser Dusche werde ich nass, von oben oder unten, so oder so.

Eigentlich habe ich mein Frauchen gut ausgebildet: Sie weiß, dass sie dunkle Ecken meiden soll und Gebüsch, welches sie nicht einsehen kann. Fremde Hunde nicht anfassen und wenn sie Gummistiefel trägt, hat sie auch kein Problem mit den kleinen grauen Viechern. Ich könnte sie alleine auf die Gasse lassen.
Könnte!
Könnte?
‚Könnte‘ schon, aber ich darf nicht. Als ich bei ihr eingezogen bin, habe ich die Verantwortung für meinen Zweibeiner übernommen. Das heißt, ich darf mein Frauchen wissentlich keiner Gefahr aussetzen, egal, wie nass ich dabei werde. Sie ist meine Schutzbefohlene und ich habe auf sie Acht zu geben.
Also los, lass uns gehen. Bleibt mir einfach nichts anderes übrig …

Eins ist klar, Fressen gibt es heute nur zuzüglich einer Schwimmzulage.

Küchenhoheit oder Küchen-Hoheit

Nein, ich trage kein Krönchen.
Wozu auch? Hier weiß eigentlich jeder, wer die Chefin im Ring ist. Oder in der Küche. Da rede ich nicht nur von den Zweibeinern.
Zur Zeit ist Lotte zu Besuch. Ein schoko-brauner Labrador, den ich schon ewig kenne.

Nur geliehen ...
Nur geliehen …

Schokolade … warum geben uns die Zweibeiner davon nichts ab?
Zurück zu Lotte: Wir sind quasi zusammen groß geworden. Sie hat mich hier im Büro immer mal wieder für eine Weile besucht. Schläft dann bei Laura. Puh, haben wir viel Blödsinn angestellt. Heute sind wir ein wenig gesetzter. Aber Lotte kann es nicht lassen, sich immer wieder in den Vordergrund zu drängeln. Ist bei ihrer Größe auch nicht schwer.

Nach den Lecker-Ohren, erst einmal ein Verdauungsschläfchen
Nach den Lecker-Ohren, erst einmal ein Verdauungsschläfchen

Sie nagt meiner Ratte den Ohren ab, kaut meinem Frisbee den Rand krumm, dem Eselchen fehlt ein Bein … aber eines traut sie sich nicht. Und wird sie sich auch nicht trauen:
Mir meine Küche und die Hoheit darin streitig zu machen.
Nein, darüber gibt es nicht einmal Diskussionen. Das ist klar, definitiv und ohne Worte geregelt.

Da können sich die Zweibeiner mal ne Scheibe von abschneiden.

PS: Das Copyright der Bilder liegt bei Laura und die Bildrechte habe ich Lotte teuer bezahlt. Mit den Ohren meiner Ratte!!! Ganz schön kostspielig.
PS 2: Warte nicht so lange, Lotte, bis du mich das nächste Mal besuchst. Dann spielen wir wieder das Hütchenspiel, aber ohne zu schummeln. Die Hütchen dürfen nur mit den Zähnen hochgehoben werden. Nicht einfach mit der Pfote drüberwischen, dass alle auf einmal umfallen. Das ist Mogeln!!!

ante – post*

*lat: vorher – nachher

Als gute Schottin hätte ich gälisch wählen sollen, aber ach … da bekommt Frauchen die Laute nicht in die Maschine. Woher ich diese fremden Worte kenne? Ich habe den lieben, langen Tag nichts anderes zu tun, als zu schauen, zu hören, zu beobachten – Fressen würde natürlich auch dazu gehören, aber Frauchen unterbindet dies leider sehr erfolgreich. Und da Frauchen permanent ihre Nase in die Flimmerkiste hält oder in irgendeinen Blätterschinken und mich häufig an ihren Erkenntnissen teilhaben lässt, ist es ein Leichtes, viele unterschiedliche Dinge zu lernen.

Leider helfen mir die Erkenntnisse in keiner Weise dabei, mich vor dem Friseur zu drücken. Dieses Weib schafft es immer wieder, mich in die Blechkarre zu verfrachten, bevor ich merke, was sie denn eigentlich vorhat. Tja, da hilft mir meine Beobachtungsgabe herzlich wenig.

Aber dieses Mal hat sie es zu weit getrieben. Schneidet mir doch einfach meinen Pony ab. Dabei hatte ich den so schön gezüchtet. Konnte alles beobachten, ohne erwischt zu werden. Niemand, nicht einmal Frauchen, hatte eine Ahnung, was ich im Schilde führte. Und nun? Muss ich mir eine ganz neue Taktik zulegen. Die Zweibeiner erkennen meine Augen! War noch nie der Fall!
Hah!
Als ob ich damit nicht umgehen könnte.
Habe auf Dackelblick, alternativ auf mega-vorwurfsvollen Terrierblick umgestellt.
Funktioniert erste Sahne!
Von wegen, sich durch die Hintertür einen Vorteil schaffen wollen, einem Clever-Schotten ist keiner so einfach gewachsen.

Selbst mein Frauchen muss sich da richtig anstrengen.

PS: Manchmal, aber nur sehr selten, schafft sie es mich zu überlisten. Manchmal tue ich auch nur so. Hund muss den Zweibeiner ja bei Laune halten.

„Der Hund ist ein Begleiter, der uns daran erinnert, jeden Augenblick zu genießen.“

„Der Hund ist ein Begleiter, der uns daran erinnert, jeden Augenblick zu genießen.“

Format Zitat

Marla Lennard, Schriftstellerin

 

 

Ick seih Di*

*Ich sehe Dich

Auf der Mauer auf der Lauer liegt … neenee, nicht die kleine Wanze, sondern ich. So kann ich mich am besten an die fliegenden Wassertierchen anschleichen. Keine Ahnung, wie die das machen: Keine Nase im Gesicht und doch wissen die ganz genau, dass ich in der Nähe bin. Vor Frauchen haben die bestimmt keine Angst.
Vielleicht muss ich meine Taktik grundlegend überdenken.
Muss ich mir bei nem fetten Napf durch den Kopf gehen lassen.

Napfnase

Napf…? …?
Wie bitte?
Napfnase?
Ich muss mich verhört haben.
Napfnase!?
Ich glaub meine Katze pfeift. Im Gegensatz zu euch Zweibeinern, ist unsere Spezies zumeist in der Lage an ihrem wohlgestalteten Riechorgan entlang zu schauen. Ich weiß somit, wie meisterhaft dieses ausgeformt ist.

Ein Napf ist ein schüsselähnlicher Gegenstand, der vorzugsweise mit Fressbarem gefüllt werden kann. Ich bin in der Lage meine Nase darin zu versenken, um mithilfe ihrer Informationen genauestens zu erfassen, wie lohnenswert das Leeren dieses bestimmten Gefäßes ist. Selbst wenn es noch so versteckt sein sollte, finde ich es mithilfe meines Präzisionsriechers ohne Probleme. Nichts, rein gar nichts in meinem Gesicht erinnert an ebendiese profane Form einer Schale.

Büro-Napf
Büro-Napf
Zuhause-Napf
Zuhause-Napf

Napfnase! Phhh…

Wenn ich mir dagegen das eigenartige Gepräge im Gesicht der Zweibeiner anschaue, wundert es mich immer wieder. Warum haben sie einen solch, doch recht groß dimensionierten, auffälligen Erker mittendrin? Er kann ihnen, trotz seiner Ausformung, weder die Richtung weisen, noch sie vor Gefahren warnen. Und Fressbares finden sie mit dieser Art von Zinken erst recht nicht. Sie besitzen ihren Rüssel nur um zu atmen. Was zugegebenermassen als lebenswichtig eingezustufen ist, aber nicht die enorme Form erklärt. Okay sie kann Gläser halten,  trotzdem können die Zweibeiner nicht richtig gucken.

Oder könnte diese napfnasige Verunglimpfung damit zusammenhängen, dass ich mir gerade ein klitzekeines Miniwürstchen vom Teller gezogen habe?
Hmmm, darüber muss ich ein kleines Nickerchen halten. Das verschafft Klarheit. Sicher.