Advent, Advent, ein Türchen brennt …

HILFE!!!!!
Ich habe von meiner Tante Sabine einen Adventskalender zum Nikolaus geschenkt bekommen. Braucht mich keiner für dumm verkaufen, ich rieche doch, wer den vor meine Tür gelegt hat, hah! Die weiß genau, was gut für mich ist. Ich wähle meine Tanten schließlich sehr sorgfältig aus.
Nun aber zu meinem Problem:
Nikolaus ist der sechste Tag im Monat. Der Kalender zeigt für jeden Tag ein Türchen. Summa Summarum hätte Frauchen sechs Türchen für mich mit ihren dünnen Griffeln öffnen müssen. Macht sie aber nicht!
Frechheit.
Sie hat den Kalender dekorativ über mein Körbchen platziert, ich rieche im Detail, was dort drin versteckt ist, wie soll ich denn jetzt noch in Ruhe schlafen können?
Eines sollten sich die Zweibeiner mal dringend merken:

„Dekorativ“ steht einer praktischen Verwendung von Gegenständen und überlebensnotwendigen Fressalien GRUNDSÄTZLICH im Weg.

Meine Zeit kommt, keine Sorge, davon habe ich mehr als genug. Und dann schlage ich zu.

Nen Fröhlichen Nikolaus!!!

 

Pfotenärger III

Warum meint mein Frauchen, mir ein X für ein U vormachen zu müssen?
Natürlich weiß ich, dass in den lecker Fleischbällchen irgendetwas Ekeliges versteckt ist, was ich ohne dieses delikate Drumherum nie und nimmer fressen würde.
Natürlich bin ich sehr, sehr vorsichtig, wenn ich diese kleinen Klopse zu mir nehme. So vorsichtig, dass Frauchen immer noch etwas hinterher schiebt.
So etwas nennt hund Taktik.
Klar ist auch, wenn ich nur ein Fitzelchen von diesen fiesen weißen Dingern, die darin stecken, schmecke, spucke ich es aus. Logo, das Fleisch bleibt drin!
Ich könnte natürlich viel mehr abgreifen, das Dumme ist, ich bin zu schnell. Ablutschen und ausspucken liegt mir einfach nicht.

Aber von vorn:Continue Reading

Pfoten-Ärger II: Onkel Doc

Komisch, am nächsten Morgen tut mein Fuß noch immer weh. Richtig doll. Trotz Frühstücksnapf. Laufen geht schon, aber nur mit Humpeln.

Hey! Frauchen hat die Leine in der Hand. Sieht gut aus, wir gehen, mal gucken wohin. Zum Fluss? Wohl kaum … Dazu nimmt sie keine Tasche mit.

„He, da nicht abbiegen! da geht’s zur …“ Sie hört nicht und schleppt mich in den Hof, wo die komische Karre steht. Dieses Blechding, macht suspekte Geräusche und bewegt sich ganz schnell. Ist zwar bequem, weil man nicht selbst laufen muss, aber geheuer sind mir die Dinger nicht. Dieses Besondere scheppert eigenartig, hat kein richtiges Dach und ich kann nicht raussehen, außer das Dach ist weg. Wir kommen zwar an, aber sicher sollte man sich nicht sein. Puh, ist das warm!

„Ach neeeee! Nicht hierhin!“
Continue Reading

Pfoten-Ärger I

„Mann, Frauchen, nun komm schon!“

Das die mit ihren langen Beinen immer so langsam sein muss. Jedes Mal laufe ich vor, prüfe, ob alles in Ordnung ist, schiebe die Ratten aus dem Weg – wenn sich nur eine von den trauen würde – und schon lege ich wieder ein Päuschen ein, weil Frauchen hinter mir her eiert.

Meine Beine sind um ein Vielfaches, Potenziertes kürzer und trotzdem renne ich erheblich schneller als diese Riesenschnecke. Also, kurz kehrt und zurückgerast. Nur um zu gucken, dass sie ja keine Dummheiten anstellt.

Autsch!
Meine Pfote.
„Frauchen! Komm‘ mal schnell.“
Continue Reading

Aufstehen I – Die drei Stufen zum Erfolg

Dieses widerliche Geräusch!

Wozu benötigt sie dieses furchtbare Klingeln, sie hat doch mich?

Aber eines ist gut daran, es bedeutet: Fressen!

„He, Frauchen, los komm schon, aufstehen! Nun mach schon. Ooch, komm doch endlich!“ Lästigerweise besteht Frauchen darauf, dass ich vorher Pipi machen müsse, aber danach ist mein Napf voll. Hmmmm, und lecker ist es immer. Aber auch sehr hart verdient.

Es ist schon ein Kreuz mit ihr, ganz besonders morgens. Als ich klein war, kam dieser furchtbare Ton, sofort stand sie senkrecht, klemmte michContinue Reading

Gelb

Gelb ist eine grandiose Farbe. So hell, warm und freundlich. Viele Menschen, die diese Farbe tragen, gleichen ihr in ihrer Ausstrahlung. Ich weiß das, habe mit dieser Farbe in den letzten Jahren nur positive Erfahrungen gesammelt.

Wie? Als ich ganz klein war, kam jeden Tag eine gelb gekleidete Dame in unser Büro. Die war super-lustig und hatte immer leckere Sachen dabei. Irgendwann kam sie nicht mehr. Egal wie gut ich mich benommen habe, sie kam einfach nicht mehr, blieb verschwunden.

Später klingelte ab und zu ein gelber Kerl an unserer Tür. Freundlich, aber nicht sonderlich spaßig. Nein, das stimmt nicht ganz! Manchmal trug er kurze Beinkleider. Wenn ich dann an ihm hoch hüpfte, fing er an zu tanzen und quiekte. Hihi! Ein tolles Spiel. Aber Frauchen kann so ein Spielverderber sein! Es kommt ein langweiliges: „Schluss! Sitz!“, und schon hörte der Zweibeiner auf zu tanzen.

Was kann ich denn dafür, dass seine felllosen Beine so empfindlich sind?

Nicht alle Gelben sind gelb angezogen. Manche tragen auch blau oder braun. Aber sie sind alle gleich: hüpfen die Treppe rauf, über mich drüber, geben einen Karton ab, oder zwei und verschwinden schnell wieder. Nein, diese Gelben haben nicht die gleiche Klasse wie die erste Dame.

Jedes Mal, wenn wir unterwegs sind und ich die gelben Zweibeiner sehe, muss ich gleich prüfen, ob es sich um diese super-nette Spezies handelt. Die meisten von ihnen sind wirklich toll, ganz lieb … aber sie reichen nicht an das lustige, lachende gelbe Weibchen heran.

Nur zur Erinnerung: ich bin ein stures schottisches Mädchen. Wir Scotties geben nie auf, niemals, wenn wir uns etwas in den Kopf gesetzt haben.

Also habe ich sie gefunden!

Irgendwann am Markttag stieg mir durch die gesammelten Düfte dieses magischen Ortes, zwischen Hühnchen, Ente, Lamm, Mohrrübe, Leberwurst und irgend so einem komischen Grünfutter, ein ganz spezifischer Geruch in die Nase. Er kitzelte und krabbelte meine Sensoren entlang. Ich erkannte ihn sofort! Entgegen meiner sonstigen Angewohnheit zog ich mein Frauchen quer über den Markt, bis sie die Leine losließ.

Yiippiihh! Da war sie! Lachte und freute sich, hüpfte und zog sofort die klappernde Dose mit den ganz guten Sachen heraus.

In der Zwischenzeit kenne ich ihre neue Route.

Und ich habe einen Spitzenplatz gefunden, um auf sie zu warten.

Über den erzähle ich demnächst etwas mehr. Vielleicht. Alle Geheimnisse darf man nämlich nicht verraten.

Hallo Welt!

Ab heute werde ich mich darum kümmern, dass andere Vierbeiner es künftig etwas einfacher haben, ihre Zweibeiner zu folgsamen Herrchen und Frauchen zu erziehen. Ich kann bereits jetzt jeden nur warnen, dies ist keine Schnellanleitung! Die Erziehung dieser felllosen Individuen kann nur dann von Erfolg gekrönt sein, wenn wir mit stoischer Konsequenz und Ruhe die zu trainierenden Vorgänge permanent wiederholen. Nach ein bis zwei Jahren – manchmal auch schneller – stellt sich der Erfolg von ganz allein ein. Aber nun ist es, nach einem langen Arbeitstag, genug. Ich werde meinen Platz im großen Körbchen sichern und meinem notwendigen Schönheitschlaf frönen.

Bis Bald, eure Emiglia

PS: auf dem Bild bin ich noch sehr klein. Das ist schon eine Weile her.