Sonntagmittag am Neckar

Weit, weit weg
Weit, weit weg

Oh Mann! Frauchen bastelt wieder an meinem Fuß rum. Nur weil ich gestern nicht gut drauf war. Hey? Ich hör‘ doch was. Yippiihh, da kommt Tante Karin! Wir gehen zusammen laufen, alle drei!

Huch? Warum steigen die Mädels in die rollende Blechkiste ein? Also gut, alleine zum Neckar laufen ist langweilig, fahre ich halt mit. Hm, geht in ne andere Richtung als sonst. Ein kleines Schläfchen bis wir ankommen schadet bestimmt nicht.

Wo sind wir denn jetzt schon wieder? Ne große Wiese und dahinter … Jajaja, das kenn ich! Ist auch der Neckar, bestimmt. Riecht anders hier. Muss erst mal los, die Gegend sichern. Karin hat Angst allein, also kommt sie gleich mit. Frauchen eiert wieder hinter uns her. Wie immer.

Wilde Hyazinthe
Wilde Hyazinthe

Mmmhh! Hier sind andere Blumen und sonstiges eigenartiges Gestrüpp  ….Tsccchhhhiiiiii!

Urwaldmoos
Urwaldmoos

Naja, wenn man sich erst einmal an die neuen Gerüche gewöhnt hat, ist es fast wie dort, wo wir sonst immer laufen. Nur fast. Hier sind wir näher am Wasser dran. Die Schnauze kurz ins Nass tunken geht viel schneller. Außerdem muss ich nicht an der Leine laufen. Blöde Erfindung!

Frauchen, komm schon, der Gummistiefel rutscht. Mach doch mal ab, brauche ich überhaupt nicht mehr. Guck! Geht super ohne!

Emiglia im wilden Wasser
Emiglia im wilden Wasser

Was ist denn das für ein Geräusch?

Wasserrauschen?

Wildes Wasser?

Nun kommt schon, ihr lahmen Enten! Ist das toll hier.

Pass auf!
Geht Tante Karin doch fast schwimmen. Noch nen bisschen kalt für die Felllosen.
Glaubt mir doch einfach: Zwei Beine sind genau zwei zu wenig. Aber mit nem Schotten an der Seite kann einem nichts passieren, Gar nichts!

Mmmmhhhh! Wie das hier riecht, ganz wild, wie das Wasser. Die gesamte Gegend ist ein Abenteuer.
Ich muss weiter!
Kommt endlich, Mädels!

Bachlauf bei Poppenweiler
Bachlauf bei Poppenweiler

Polizei

Kaum zeigt sich die Sonne oder tut so, als ob sie vor hätte hinter den Wolken hervorzukriechen, kommen alle möglichen Leute nach draußen und tummeln sich auf unserer Laufstrecke. Eigentlich fast egal wo wir laufen.
Zurzeit fährt Frauchen immer zum Ruderclub. Da mein Huf immer noch nicht richtig gut ist, laufe ich am liebsten auf glattem Grund. Noch lieber nah am Wasser. Das Höchste ist natürlich, wenn sich ein Ruderboot zeigt.
Oder zwei.
Oder noch mehr.
Heute war diesbezüglich ein sehr erfolgreicher Tag. Mein Gummischuh saß halbwegs und ich konnte ziemlich zügig laufen. Die Verfolgung der Ruderer klappte hervorragend.
An unserer Strecke, unter der Brücke hindurch, gehen immer wieder kleine Treppen direkt ans Wasser herunter. Sehr praktisch um kurz den Durst zu stillen oder aber den Ruderbooten Bescheid zu geben.

Huiii, eine super Strecke.

Irgendwann fiel mein Gummischuh ab. Frauchen muss sich wirklich mal etwas Neues überlegen.
Da standen sie auf einmal vor uns. Nicht direkt, schon noch ein bisschen entfernt. Zwei große Kollegen, die waren richtig hart drauf. Poohhhh, haben die aufgepasst! Da kann sich unsereins echt ’ne Scheibe von abschneiden. Aber Herrchen und Frauchen der beiden, die waren genauso drauf. Beide in so ’ner schicken blauen Farbe mit ’nem weißen Schriftzug.

Warum mein Frauchen mich daraufhin an die Leine genommen hat, erschließt sich mir nicht ganz. Vielleicht weil die anderen beiden auch an der Leine waren?
Das andere Frauchen hat sich dann mit meinem unterhalten. Sehr freundlich, aber auch ziemlich bestimmt. Kann mich nicht erinnern etwas falsch gemacht zu haben. War ordentlich bei Fuß, Frauchen hat den Haufen mitgenommen. Hmmm?

Ich musste danach an der Leine bleiben. Ziemlich hinderlich, wenn ich ein Ruderboot verfolgen will. Frauchen ist aber auch was langsam!!!
Möchte mal wissen, was die beiden blauen Zweibeiner mit den beiden hammerharten Vierbeinern von Frauchen wollten.

Kommentar von Frauchen:
Sie haben mich darüber aufgeklärt, dass Hunde auch am Max-Eyht-See an der Leine zu führen sind. Wird man ohne erwischt, kostet dies die Kleinigkeit von 75 €.

Sofakraulen

Frauchen schätzt es sehr, wenn ich auf dem Sofa zu ihr rüber robbe, um mich an sie dran zu schnuckeln. Ich ziehe es vor, beim Ruhen meinen Rücken an einen Gegenstand – besser – an Frauchen dicht anzupressen.
Auf dem Sofa ist dieses Vorgehen jedoch Oberklasse.
Frauchen fängt dabei an, mich zu kraulen. Erst auf meiner Schnauze. Dazu strecke ich ihr meinen Kopf entgegen und sie beginnt mich unter dem Kopf zu kratzen und zu streicheln. Man muss, um dem vollkommenen Genuss nahe zu kommen, ganz vorn unter der Schnauze beginnen, mit abgeknickten Fingern. Fingernägel sind dabei von Vorteil. Danach in kurzen festen Kratzbewegungen, die Gurgel bis zur Brust hinunter und wieder hinauf. Dies muss mindestens drei Mal wiederholt werden. Mindestens, besser ist eine höhere Anzahl von Wiederholungen. Dabei beginne ich mich langsam zu entspannen und mich seitlich hinzulegen.
Die Ohren sind das nächste Ziel. Hier ist höchste Konzentration angesagt, denn der Druckpunkt muss genau stimmen. Daumen und Zeigefinger erzielen an dieser Stelle die beste Wirkung. Richtig eingesetzt, entfleucht mit ein kehliges, wohliges Knurren, welches von ganz tief unten aus meinem Bauch heraus kommt. Ich kann es nicht beeinflussen, das kommt einfach. Ohhhh, wenn ich da schon dran denke.

Weiter!

Gleich darauf folgt der Bauch. Hier versprechen kleine, im Uhrzeigersinn kreisende Bewegungen den größten Erfolg. Es ist natürlich nicht mit einem Mal ‚Husch, Husch‘ über den Ranzen getan. Sämtliche Finger haben dabei, mit den Fingerkuppen nicht zu leicht und nicht zu fest, über den Bauch zu steichen. Aufmerksam beobachtet Frauchen ganz genau meine Bewegungen und achtet auf meine Zeichen, damit sie erfährt, wo genau die nächste kreisende Bewegung anzusetzen ist.

Darüber vergesse ich sogar mein Fressen. Fast!

Aber dieses Weib kann kann ja nicht ernst bleiben!! Während ich dort in vollkommener, buddhamäßiger Tiefenentspannung liege und meine Seele sich auf eine meditative Reise begibt, reitet die doch, ehrlich gesagt, der Teufel.
Dann krabbelt sie mit ihren Fingern in Richtung Rücken und fängt an, mich dort zu kneifen.

So ein Luder!

Die weiß genau, dass ich dann anfange, vor Wonne zu quieken. Ich muss meine Zähne auspacken und beginne mich zu winden, um den Übeltäter zu zwicken. Wohlgemerkt, nicht mein Frauchen, sondern die Hand, die mich in so unverschämter Weise aus meinen Träumen herausgeholt hat.
Huhu, das ist ein Kampf!
Frauchen quiekt genauso wie ich.

Hihi. Sehr lustig!

 

Wo ist denn nun der Frühling?

Frauchen findet Blüten (siehe „1. Frühlingsbote„) und ich nur Matsch. Musste heute sogar meinen Gummistiefel abschütteln. Ging prima ohne. Wurde auch langsam Zeit. Aber meine Tante Karin und Frauchen, die sind immer soooo vorsichtig.
Phh, einmal ordentlich durch den Schlamm, da bliebt der schönste Gummischuh stecken (naja, schön sind die selbstgeklöppelten Dinger nun wirklich nicht!)

Gummistiefel-Selbstbaumodell
Gummistiefel-Selbstbaumodell

Wir haben heute eine neue Strecke ausprobiert. Vor lauter Quatschen konnten sich meine Mädels nicht auf den Weg konzentrieren – klar, auf den Schotten hören die natürlich mal wieder nicht. Das Ufer, an dem wir gelaufen sind, ist für nen Rottweiler gebaut. Für meine flinken – aber trotzdem der Körpergröße angepassten – Pfoten ist es einfach nicht geeignet. Immerhin hat das weibliche Geschlecht den anderen ne ganze Menge voraus – die Zweibeiner sind dieses Mal mit eingeschlossen.
Vielen lieben Dank Tante Karin.

Teamwork Tante Karin & ich
Teamwork Tante Karin & ich

Das Sofa

Schnee-Ausguck
Schnee-Ausguck

Frauchen und ich teilen uns sehr gern das Sofa. Es sieht aus wie ein großes halbes Körbchen, auf einer Seite offen. Auf den weichen Kissen können wir herrlich vor uns hin träumen.
Jeder von uns hat seinen Platz, sie auf der einen Seite und ich auf der anderen. Warum das so ist? Keine Ahnung, es entzieht sich vollkommen meiner Kenntnis, warum ich auf dieser bestimmten Seite liegen muss.
Wenn Frauchen aufsteht, um etwas zu holen, Essen oder Trinken (sie bringt mir seehhrr selten etwas mit), dann unternehme ich hin und wieder den Versuch, wie es ist, auf der anderen Seite zu liegen. Aber nur, wenn sie nicht in die Kissen gepupt hat. Kommt vor – zu ihrer Verteidigung sei gesagt – selten.
Zurück zur Seitenfrage: Ich konnte, trotz der langen Zeit, in der wir uns das Sofa nun teilen, noch nicht herausfinden, ob ihre Seite besser oder anders ist. Sobald sie zurückkommt, setzt Frauchen sich einfach wieder auf ihre angestammte Seite. Die Tatsache vollkommen ignorierend, dass sich meine Persönlichkeit samt Körper noch dort befindet. Sie setzt sich einfach drauf! Auf mich!
Gut, gut, ich bin schnell genug, um ihrem Hintern in letzter Sekunde zu entwischen. Aber ich habe es ausprobiert, sie würde sich auf mich drauf setzten! Ohne Rücksicht.

Die Seite muss etwas ganz besonderes haben … und ich werde es herausfinden.

Nen Gutes Neues

Ooooops, der Januar ist schon fast rum. Merkt man bei diesem Herbstwetter gar nicht.
Deshalb an dieser Stelle nun doch die allerbesten Wünsche für dieses Jahr, gesunde Pfoten (!!!), viele Leckereien zum Fressen, nette Jungs und Mädels zum Schnuffeln.
Geht den Drecksäcken hocherhobenen Hauptes aus dem Weg. Nicht vergessen, den Stert in entsprechender Stellung halten – zeigt direkt an, was man von seinem Gegenüber hält.
Nen Frauchen oder auch Herrchen, welches einem die eigenen Wünsche von den Augen abliest – wenn es nicht funktionieren sollte – üben, üben, üben. Wie bereits erwähnt, erst nach mannigfaltiger, stoischer Wiederholungstätigkeit werden sie euch zu Füssen liegen. Es wird euch schon noch gelingen.
Solltet ihr irgendwann den inbrünstigen Ausruf: „Blöder Hund!“ hören, seid ihr nahe dran. Einfach weitermachen.

Also dann, Gutes Gelingen!!!

 

Fröhliche Weihnachten

weih-fuesse-blau-eSorry, ich habe zu tun, viel zu tun. In der Küche wirbelt Frauchens Mama, im Wohn- und im Esszimmer fallen Krümel und andere weihnachtliche Spezialitäten ab. Überall muss ich aufpassen und SOFORT hinterher räumen.

Deshalb dieses Mal keine Abbildung von mir, die Füße von Frauchens Mama müssen reichen…

Upps, da ist schon wieder was runtergefallen, ich muss los …

Schöne Weihnachten …

 

Schottenkeks

Zurzeit kommen, mehr als sonst, von Frauchens Lieblingsmenschen. Die Gelben mit den Kartons. Huuhhhh, ist das spannend, die Dinger auszupacken. Die Mädels sind super neugierig und müssen ALLE gucken, was in den Kisten denn wohl drin ist.
Mich interessiert weniger der Inhalt – es sei denn, es ist etwas Fressbares – als mehr die Verpackung. Denn diese muss ordnungsgemäß entsorgt werden. Meine Aufgabe!
Wie?
Ich bin zu klein dazu?
Frechheit!
Willst Du Dir mal meine Zähne angucken?
Komm‘ doch näher …
NÄHER, sagte ich!
Gut, dann hätten wir das mal geklärt.

Also, ich zerlege diese Dinger in kleine handliche Teile. Eine ziemlich trockene Angelegenheit. Aber, jeder hat hier seinen Job.
Letztes Mal kam eine Kiste für mich. Die kann nur für mich gewesen sein!
Warum?
Erstens, weil ich mit ’nem weißen Kumpel drauf abgebildet bin, heißt ja wohl eindeutig: „Für Emiglia“
Zweitens, weil die Kekse in der Dose in Form eines Schotten gemacht wurden. Wer ist der Schotte in der Familie?
Nur weil Frauchen einen ihm ebenbürtigen Dickkopf besitzt und genauso geizig mit den Keksen umgeht, ist und bleibt sie Friesin, wird aber nicht zur Schottin.

Also, wem gehören diese Kekse?

 

Pfotenärger IV: Sockenparade

Format Galerie

Socke blau

Nun bin ich endlich – dem Nikolaus sei Dank – den fetten Flunken los. Dieses Gewickel und Gewurschtel um meinen Aua-Huf. Muss man Frauchen lassen, hat sich ordentlich ins Zeug gelegt dafür.

socke pink

Und jetzt?

Socke grün

Jetzt trage ich Socken.

Socke schwarz

Aber nicht irgendwelche, die meinem klaren, zurückhaltenden Stil entsprechen würden.

Socke-grau-gelb

Nein! Weil Frauchen sich nicht ausreichend Mühe gibt, mir zu einem, meinem Stil entsprechendem Kleidungsstück zu verhelfen, laufe ich in sehr fragwürdigen Modellen herum.

Nur gut, dass ich auf meiner Runde außerhalb dieser Räumlichkeiten, einen Gummischuh darüber trage. Wobei auch bei diesem Modell erhebliches Potential nach oben besteht.

Sockenparade - die Originale
Sockenparade – die Originale

Erhebliches!!!

Nun, Schönheit kann nichts entstellen … aber diese Socken …. tse!!!