Herbstwelpen

Hmmmmmmmm, warum sind die jetzt so gemein zu mir? Verstehe ich nicht.
… Fauchen …
… Zünzeln …
… Flattern …
… Zischen …
und fauchen noch viel lauter ….
Die sind so fies!

Ich war immer lieb, habe nur geschnuffelt, mich immer gut gestellt mit den Viechern, seit sie klein waren. Und was habe ich jetzt davon?
Sie tun so, als ob ich ihr Feind wäre … bin ich nicht. Ehrlich.

Warum kichert Frauchen so heuchlerisch in sich hinein?
Jaja, von wegen „hab-ich-ja-gleich-gesagt“. Hätte durchaus funktionieren können.

Hach, wie mir der Magen knurrt, wenn die an mir vorbeischwimmen.
Ich gebe es zu, meine Gourmettaktik Marke „Frühlingswelpen“ ist nicht aufgegangen.
Ist trotzdem kein Grund so gemein zu lachen.

Regenfäden

Frauchen?
Frauchen?!
Allerliebstes Frauchen, hast Du mal nach draußen geschaut? Ich brauche nicht einmal zu gucken, ich kann es sogar hören. Es … gießt … in … Strömen.

Bei diesem Wetter jagt niemand einen Hund vor die Tür!!!
Jawoll, das muss doch mal gesagt werden.
Du kannst gerne alleine gehen. Ich warte hier auf Dich. Macht mir nichts aus. Bestimmt nicht! Ehrlich!

Jetzt sieht sie mich wieder so mitleidig an. Aber sie muss doch der Realität ins Auge schauen: Von oben pladdert Wasser herunter, als ob es kein Morgen geben würde. Klar, ich kann meinen Regenmantel anziehen.
GUTE IDEE!!!!
Das Wasser rauscht in Menge und Wucht auf den Boden, dass es platscht und wieder nach oben spritzt. Meine Beine sind einfach nicht lang genug. Bei dieser Dusche werde ich nass, von oben oder unten, so oder so.

Eigentlich habe ich mein Frauchen gut ausgebildet: Sie weiß, dass sie dunkle Ecken meiden soll und Gebüsch, welches sie nicht einsehen kann. Fremde Hunde nicht anfassen und wenn sie Gummistiefel trägt, hat sie auch kein Problem mit den kleinen grauen Viechern. Ich könnte sie alleine auf die Gasse lassen.
Könnte!
Könnte?
‚Könnte‘ schon, aber ich darf nicht. Als ich bei ihr eingezogen bin, habe ich die Verantwortung für meinen Zweibeiner übernommen. Das heißt, ich darf mein Frauchen wissentlich keiner Gefahr aussetzen, egal, wie nass ich dabei werde. Sie ist meine Schutzbefohlene und ich habe auf sie Acht zu geben.
Also los, lass uns gehen. Bleibt mir einfach nichts anderes übrig …

Eins ist klar, Fressen gibt es heute nur zuzüglich einer Schwimmzulage.

Küchenhoheit oder Küchen-Hoheit

Nein, ich trage kein Krönchen.
Wozu auch? Hier weiß eigentlich jeder, wer die Chefin im Ring ist. Oder in der Küche. Da rede ich nicht nur von den Zweibeinern.
Zur Zeit ist Lotte zu Besuch. Ein schoko-brauner Labrador, den ich schon ewig kenne.

Nur geliehen ...
Nur geliehen …

Schokolade … warum geben uns die Zweibeiner davon nichts ab?
Zurück zu Lotte: Wir sind quasi zusammen groß geworden. Sie hat mich hier im Büro immer mal wieder für eine Weile besucht. Schläft dann bei Laura. Puh, haben wir viel Blödsinn angestellt. Heute sind wir ein wenig gesetzter. Aber Lotte kann es nicht lassen, sich immer wieder in den Vordergrund zu drängeln. Ist bei ihrer Größe auch nicht schwer.

Nach den Lecker-Ohren, erst einmal ein Verdauungsschläfchen
Nach den Lecker-Ohren, erst einmal ein Verdauungsschläfchen

Sie nagt meiner Ratte den Ohren ab, kaut meinem Frisbee den Rand krumm, dem Eselchen fehlt ein Bein … aber eines traut sie sich nicht. Und wird sie sich auch nicht trauen:
Mir meine Küche und die Hoheit darin streitig zu machen.
Nein, darüber gibt es nicht einmal Diskussionen. Das ist klar, definitiv und ohne Worte geregelt.

Da können sich die Zweibeiner mal ne Scheibe von abschneiden.

PS: Das Copyright der Bilder liegt bei Laura und die Bildrechte habe ich Lotte teuer bezahlt. Mit den Ohren meiner Ratte!!! Ganz schön kostspielig.
PS 2: Warte nicht so lange, Lotte, bis du mich das nächste Mal besuchst. Dann spielen wir wieder das Hütchenspiel, aber ohne zu schummeln. Die Hütchen dürfen nur mit den Zähnen hochgehoben werden. Nicht einfach mit der Pfote drüberwischen, dass alle auf einmal umfallen. Das ist Mogeln!!!